Pucon bis Esquel

Neulich :-) bin ich mit Julia von San Martin de los Andes nach Pucon in Chile gefahren. Im sympatischen, kleinen Hostel “El Refugio” schloss sich dann schnell eine sieben-köpfige Gruppe zusamen. Wir mieteten einen Van und machten eine Tour durch die Umgebung. Es gab Strände, Thermen (wiedermal) und ein Einheimischen-Dorf zu besichtigen.
Ich zog dann weiter an den Lago Rupanco, wo es Thermen gibt (was soll denn dieses rumgetherme?). Das spezielle bei diesen Thermen ist, dass man direkt neben dem kalten See ein Loch buddeln kann und heisses Wasser von unten hat! So stand es in meinem Reiseführer auf einer Zeile. Das musste bewiesen werden. Via Osorno fuhr ich nach Bahia Escocia am Lago Rupanco. Der Buschauffeur war so nett und gab mir schon ein paar Infos, wo ich übernachten kann und wo dieser Strand liegt. Also die einzige Übernachtungsmöglichkeit (die mir gezeigt wurde) waren Cabañas: Kleine Holzhäuschen mit WC und Küche für bis zu sechs Personen. Das kostete zwar doppelt so viel wie ein Bett im Mehrbett-Zimmer, aber was solls. Hier gelang mir sogar ein Feuer im Ofen. Die nette Inhaberin deckte mich dann mit Gemüse und Gewürz ein (Eigeannbau!) und warnet mich vor dem Puma.
Am nächsten Tag regnete es in Strömen und ich verschob den Loch-Buddel-Event. Noch einen Tag später wurde das Wetter besser und macht mich auf, zum “Casa azul” (blaues Haus), dessen Inhaber Touren auf die andere Seeseite anbieten. Für 20’000 Peso (ca. 35 Fr) brachte mich dann Sohn Angelico mit Schaufel und Eimer rüber. Es waren schon ein paar Bäder geschaufelt. Wir schaufelten also noch etwas tiefer und gossen etwas Seewasser nach, weil es sonst zu heiss ist. Es stimmt also!
Mit dem Bus bin ich dann nach Puerto Varas gefahren und habe Julia und zwei weitere Freunde aus Pucon getroffen. Der Zufall bringt einem auf so Reisen häufig wieder zusammen.
Puerto Varas hat eine wunderschöne Sicht auf See und drei Vulkane. Sonst gab es nicht viel zu sehen und ich bin mit Julia weiter nach Bariloche.
In Bariloche gibt es tausende Wandermöglichkeiten. Da in der Gegend aber alles so Schweiz-ähnlich ist, wollte ich aber mehr in den Süden. Also schnell weiter nach Esquel und in den Park “Los Alerces”. Das ist zwar auch wieder Wald und See, aber es gibt Bäume zu sehen, die zwei- bis dreitausend Jahre alt sind. Ich plante eine zweitägige Wanderung, die dann aber in einer eintägigen endete. Manchmal kriegt man von den Touristen-Infos und Park-Zentren einfach zu wenig Informationen, um richtig planen zu können. So war eine Wanderung von Norden nach Süden nur entlang der befahrten Strasse möglich. Also habe ich mich zwei Schweizern angeschlossen und bin mit ihnen drei Rundgänge gewandert. Der letzte ging zu einem kleinen See mitten im Bambusgeschmückten Wald. Ein lautes Knacken aus dem Wald unterbrach unsere Ruhe – ein paar Kühe besuchten uns.

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