Mendoza bis Purmamarca

Ushuaia zu verlassen war sehr schwierig. Busse und Flüge waren voll. Nach drei Tagen kam ich dann weg. Ich ging so ziemlich direkt nach Mendoza. Eine 12-Stunden-Fahrt nach Rio Gallegos und nach fünf Stunden Aufenthalt ein 40-Stünder nach Mendoza! Die Fahrt selber war gar nicht so schlimm. Nach dem ersten Schlaf wird man gar nicht mehr richtig wach, auch wenn man an den Stopps sich die Beine vertritt. Viel schlimmer ist, wie man nach so einer Fahrt stinkt! Viel schlimmer als nach vier Tagen Dientes de Navarino!
Mendoza hat mich von der Stadt her nicht so umgehauen, aber die Weintour ist wirklich noch witzig. Und man isst natürlich gut (Fleisch)! Mit dem lokalen Bus kann man eine Stunde aus der Stadt fahren, sich ein Velo Mieten und ca. 10 Bodegas abfahren. Man zahlt zwischen 15 und 25 Pesos (ca. 3 – 5 Franken) pro Degustation. Allerdings ist das nicht eine klassische Degustation, sondern man bekommt zünftig Wein eingeschenkt und muss aufpassen, dass man es mit dem Fahrrad noch zurück schaft. Brot gab es nicht, obwohl das den Genuss noch abgerundet hätte. Auf Nachfrage, gab es aber ein paar “Darvidas”.Mendoza war der einzige Ort, wo in den Hostels Weinflaschen anstelle Bierflaschen rumstanden. Hier kann man gut “Verwiiile”.
Ich fuhr dann rüber nach Santiago (meine elfte Grenzüberquerung zwischen Argentinien und Chile). Aber nur für einen Tag, um Juan, ein mitgefangener aus Aguas Calientes vor zwei Jahren, zu besuchen. Obwohl die Meinungen ganz anders sind, gefiel mir Santiago viel besser als Mendoza oder Salta! Die Stadt ist eher vergleichbar mit Buenos Aires. Man hat viel Platz und es gibt viel zu sehen. Mit Juan bin ich in ein gutes kleines Restaurant mit lokalem Essen. Am nächsten Tag trafen wir uns zum Mittagessen in einer kleinen Kantine. Der Küchenchef liess mich umsonst essen (hätte sonst 2000 Peso, ca. 3 Franken gekostet). Es gab eine Art Maisauflauf (süss), Salat, Tee und Gelatine. Juan empfahl mir noch beim “Piojera” reinzuschauen und einen Terremoto zu trinken. Prompt war das sogar der heutige Event vom Hostel. Das “Piojera” ist eine echt kuule Bar, wo sich die Chilenen betrinken. Es wird gesungen und gelacht und der Barkeeper bereitet meistens gleich zehn Tierremotos (Fernet, Weisswein und Ananas-Eis) aufs Mal vor.
Ich wäre gerne noch länger geblieben, hatte aber schon wieder ein Busticket nach Salta (wieder Argentinien). Aber Salta packte mich nicht so und ich ging weiter nach Purmamarca, ein Dorf gleich neben dem Hügel mit den Sieben Farben, mit Strassen aus Erde und dem südamerikanischen Touch, den ich aus Ecuador vor zwei Jahren vermisste. Purmamarca lag sowieso auf dem Weg nach San Pedro de Atacama. Mit ein paar Jungs wartete ich zwei Stunden auf den Bus. Irgendwas war wohl schief gegangen…

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