Torres del Paine

Hoppla! Hab glatt die Torres del Paine Wanderung übersprungen! Das war noch vor Ushuaia. Also zuerst das hier lesen.
Es war nämlich so:
Auf dem Weg nach Puerto Natales, der nächstgelegenen Stadt vom Park, habe ich Autumn (alias Eoin, Irland ) wieder getroffen. Er und Seine Kollegin Summer (alias Meredith, USA) luden mich dann ein, das “W” zu wandern. Da ich sowieso Wanderkollegen suchen wollte, kam mir das grad recht. Am nächsten Tag traf dann auch noch Winter (Jason, Australien) ein. Das mit den Namen war so eine Bedingung zum “Dazugehören”. Fand das schon etwas schräg, aber wir waren eine kurrlige Gruppe. Kam noch dazu, dass Meredith gar nicht Zelten wollte, sondern in Cabañas mit Jacuzzi übernachten! Ich war entsetzt! Wir machen doch Adventure! Mir war gar nicht bewusst, was für Luxus in diesem Park-Abschnitt geboten wird. Am Schluss landete ich aber selbst im Jacuzzi..
Am 24. Dezember brachte uns ein Bus zum Parkeingang. Meredith und Jason nahmen sich die Refugios und Cabañas vor, während Eoin und ich mit meinem Zelt unterwegs waren. Heilig Abend verbrachten wir also getrennt, weil der Zeltplatz weiter oben beim ersten Aussichtspunkt war. Wir waren umrundet von Schweizern und nachdem jeder sein Weihnachtsgericht fertig hatte gabs noch eine Runde “Glüh-Whiskey” nach Irischer Art (Whiskey, heisses Wasser, Nägeli, Limone).
Am nächsten Morgen betrachteten wir den Sonnenaufgang auf dem eine Stunde entfernten Aussichtspunkt “Mirador Los Torres”. Eine schöne Sache, vor allem, wenn man noch Frühstück und Gaskocher für den Kaffee einpackt!
Dann läuft man fast den gleichen Weg zurück und biegt Richtung Westen ab. W-Wanderung heisst es eben, weil man die drei Aussichtspunkte anstrebt und immer wieder den selben Weg zurück nimmt. Nächster halt war knapp vor dem mittleren W-Strich. Diesmal mit Meredith und Jason, da die Cabañas und der Camping beieinander waren. Wir kochten diese Nacht nicht, sondern gönnten uns ein leckeres “Christmas Day Dinner”. Und weil es ja grad um die Ecke war, gingen wir alle noch ins Jacuzzi und schauten uns den Sonnenuntergang an.
Der Mittlere Aussichtspunkt “Valle Del Frances” ist ein hartes Stück. Das gute am W ist, dass man sein Zelt in den tiefen Regionen aufstellen kann und dann nur das nötigste zum Aussichtspunkt mitnimmt. Wir schlugen unser Zelt am unteren Ende des mittleren W-Strichs auf. Dann drei Stunden hoch und zweieinhalb runter. Meredith und Jason legten sogar noch zwei Stunden drauf, weil das nächste Refugio beim westlichen W-Strich liegt.
Diese durften Eoin und ich dann dafür am nächsten Tag früh am Morgen aufholen. Mit den dreieinhalb Stunden zum letzten Aussichtspunkt “Grey Gletscher” gab das also eine Neun-Stunden-Wanderung! Zum Glück aber nur zwei Stunden davon voll beladen.
Erleichtert gönnten wir uns ein Bier im Refugio und nahmen den Katamaran zurück zum Start. Mehr erzählen die Bilder.
Nach der Rückkehr hörten wir vom Feuer, das anscheinend in der Nähe vom Grey-Aussichtspunkt entfachte! Wie immer hört man natürlich viel Gerüchte. Jetzt ist bekannt, das die Bereiche Grey-Gletscher und Valle del Frances zerstört sind. Anscheinend wegen eines Hikers, der ein Feuer machen wollte. Schon 2004 brannte ein Zehntel des Parks ab, weil ein “ungehorsamer” Hiker im Park kochte. Feuer ist nirgends, Gaskocher nur in den Zeltplätzen erlaubt. Das hätte echt nicht sein müssen!

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