Uruguay – Küste und Inland

In Punta del Este habe ich die zwei Schweizerinnen Lena und Hannah wieder getroffen. Schon in Buenoes AIres haben sie mich und Nico zum Essen eingeladen und jetzt schon wieder! Mit Hannah war ich sogar schon mal unbewusst in den Ferien, und zwar auf der Noser-Kreuzfahrt :-)

Ich bin mit Ihnen eine Woche durch ganz Uruguay gereist. Danke für die tolle Zeit mit Euch!

Punta del Este hat im Moment ausser geschlossenen Hochhaus-Hotels nicht viel zu bieten. Ein Hostel-Mitarbeiter im “El Viajero” erzählte uns, dass die Population zur Saison von 200’000 auf 1’200’000 Leute ansteigt! Auf einen Bus wartet man dann eine Stunde anstelle zehn Minuten. Dasselbe im Supermarkt.
Die Ruhe vor dem grossen Sturm konnten wir in Cabo Polonio besser geniessen. Dort leben im Moment etwa 100 Leute, Elektrizität gibt es nur für den Leuchtturm (und die daran befestigten Natelantennen), fliessend Wasser nur mit eigenen Quellen. Man erreicht Cabo Polonio von der Überlandstrasse nur mit einem Offroader oder besser. Der Weg führt über Sandbedeckte Hügel und über den Strand. Wir blieben zwei Nächte in diesem kleinen Paradies. Auch hier sieht es in der Saison anders aus: 2000 Leute tummeln sich dann in dem kleinen Dorf. Unser Glück! Es war wunderbar entspannend und wir konnten den Sonnenuntergang vom Leuchtturm beobachten und waren beim Einschalten von letzterem dabei. Nachteil: Es wehte ein sehr frischer Wind und das Wasser war noch sehr kalt (hat uns aber nicht vom Baden abgehalten).
Die Nächste Station war Punta del Diabolo, auch dies ein ruhiges, kleines Fischerdorf mit schönen Holzhäusern. Es war früher mal ein Piratennest, daher der Name. Ich habe dann auch Piraten-mässig viel getrunken. An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an Hannah und Lena (ich hätte wohl nicht mehr alleine ins Hostel gefunden…)
Nach der zweiten Nacht sind wir mit dem 5.30-Uhr-Bus (Ich kann ja auch früh aufstehen, wenn es sein muss) los, um quer durch das Land zu reisen. Uruguay ist sehr flach und sehr grün. Man begegnet vielen einzelnen Baumplantagen, die aber auf den ersten Blick wie normale kleine Wälder aussehen. Die Bäume werden für die Papierproduktion gezüchtet.
Unsere Route führte durch Chuy, Trenta y Tres (33) und Melo nach Tacuarembo. Dort übernachteten wir in einem einfachen Hotel. Hier gibt es keine Touristen und keine Herbergen. Dafür das Valle Eden, ein Naturreservat ausserhalb der Stadt. Dieses haben wir am nächsten Tag dann auch Besucht. Gerade erwischten wir noch einen der Buse, die sehr selten dahin fahren. Einen Kilometer legt man noch zu Fuss bis zum Eingang zurück. Es ist ein sehr schöner, ruhiger Flecken und man hätte auch hier übernachten können (inklusive Taxifahrt hätte das aber eine Stange Geld gekostet). Die Ruhe wurde anfangs durch einen Pickup gestört, der seine ganze Ladefläche mit einer Soundanlage ausgestattet hatte und dann das ganze Tal mit der unpassendsten Musik beschallte. Wenn er wenigstens Carlos Cardel (berühmter Tango-Sänger) gespielt hätte, welcher hier sein Haus hatte.
Der umliegende Park ist nicht so schön wie der Eingangsbereich und man kann nur auf einer breiten Schotterstrasse entlanglaufen. Als uns das Wasser knapp wurde sind wir dann umgekehrt.
Es gab keinen Bus mehr, der uns rechtzeitig nach Tacuarembo gebracht hätte, also versuchten wir es mit Autostop. Das funktionierte glücklicherweise schon beim ersten Pickup und noch im Park. Genügend Zeit, um vor der Fahrt nach Salto noch einen Milanese zu verdrücken.
Salto liegt am Rio Uruguay, der die Grenze zu Argentinien bildet. Ich bin gleich am nächsten Tag rüber nach Concordia und dann zu den Iguazu-Fällen nach Puerto Iguazu. Dazu mehr im nächsten Post.


Ein bisschen vom Land


Cabo Polonio: Nichts mit TV – unzählige leerstehende Ferienhäuschen – Lena und Hannah


Valle Eden


Gaucho Umzug in Salto zum Sieg über die Portugiesen: Sie durchreiten das ganze Land von Süden nach Norden

 

 

 

Montevideo (Uruguay)

Uruguay? Patagonien muss eineinhalb Wochen warten. Ich hole nämlich noch etwas Anlauf in Uruguay. Dann ist es auch schon wieder ein bisschen wärmer in Patagonien ;-)

Montevideo, die Hauptstadt, ist wesentlich ruhiger als Buenos Aires. Spannend sind die Mischung aus schönen, kolonialen, verschnörkelten Häuser und heruntergekommenen, speziellen 70er- und 80er-Jahre-Bauten.
Hier habe ich Evelyn (aus Montevideo) wieder getroffen. Wir haben uns in Buenos Aires kennengelern und gemeinsam mit ihren Freunden konnte ich das Nachtleben mit Einheimischen geniessen. Speziell ist, dass man gemeinsam ein Liter Bier bestellt und dann nicht fertig trinkt bevor man die Beiz wechselt oder nach Hause geht… schade um das Bier!


Montevideo


Evelyn, Vanessa, Maria und Santi im “La Ronda”


Evelyn und Gaston. Wir essen Pommes mit würziger Champignon-Sauce!

 

 

Buenos Aires

So, endlich mal Neuigkeiten von mir!
In Buenos Aires ist es schwierig mal zur Ruhe zu kommen und vor 2 Uhr ins Bett zu gehen. Man geht nämlich erst um 1 Uhr aus. Darum fehlt einem auch die Zeit für einen gescheiten Blog-Eintrag (Ich bin jetzt schon im ruhigeren Montevideo, Uruguay).

Bs As (so nennen es die Einheimischen) ist also eine sehr lebendige Stadt, wo rund um die Uhr was los ist. In den Strassen drängen sich Menschen und Autos, Strassenverkäufer und Geschäftsleute. Aber auch hier ist der Sonntag sehr gelassen und viele Läden sind geschlossen; Gut für einen gemütlicheren Rundgang.
Ich war jetzt also zwei Wochen da und bin meine Reise ruhig angegangen. Mit Nico aus Ushuaia (südlichste Stadt Argentiniens) und Francisco und Alexander aus Portugal habe ich viel unternommen. Und ich habe meine Bekannten von der letzten Reise wieder getroffen. Freudiges Wiedersehen!

Andere spannende Erlebnisse:
Die Wahlen (am selben Tag wie unsere National- und Ständeratswahlen): Cristina Fernández de Kirchner wurde ein weiteres Mal gewählt. Es gab im Vorfeld sehr viel Propaganda im Fernsehen und auf den Strassen. Am Wahlsonntag wurde den ganzen Tag gefeiert. Leider habe ich niemanden gefunden, der mich an den Plaza de Mayo begleitet…
Besichtigung des Casa Rosada, offizieller Sitz der amtierenden Präsidentin
Palermo, das grosse Party-Quartier, wo wir bis morgens um sieben gefeiert (und auf einen Bus oder ein Taxi gewartet) haben.

Die Avenida 9 de Julio vom Obelisco aus gesehen. Benannt nach dem Unabhängigkeits Datum Argentiniens (9.7.1816).

Parque Ecologico mit Nico
Parque Ecologica 10 Geh-Minuten vom Zentrum, mit Nico aus Ushuaia


Casa Rosada mit Vorbereitungen für den Wahltag


Casa Rosada. Es wurde rosa gestrichen als sich “Rot” und “Weiss” verbündeten.


Führung durch das Casa Rosada. Führungen sind einfach möglich, denn es wird nur für formelle Anlässe verwendet. Cristina arbeitet in ihrem Hauptquartier in San Telmo Quartier.


Das heruntergekommene Tango Quartier “San Telmo”. Hier wird auf den Strassen Tango getanzt.


Mit Francisco und Alexander aus Portugal in einer San Telmo – Beiz